Gedenkaktion "Mahnwache und STOLPERSTEINE putzen"

Altenburg Printview
Weitere Infos unter:  http://www.facebook.com/kora.altenburg   und   http://www.kora-abg.de/

Christian Repkewitz

Nikolaikirchhof 34

04600 Altenburg

 

Zum 09. November 2013

Wir werden das "Stolperstein-Putzen" in diesem Jahr versuchen, durch "Paten" auf breitere Beine zu stellen und wollen uns am 9. November 2013 an der Gedenktafel für den ehemaligen jüdischen Betsaal treffen. Die offizielle Gedenkveranstaltung findet in Altenburg in diesem Jahr am 12. September statt, dem 75. Jahrestag der Verschleppung der in der Pogromnacht verhafteten jüdischen Männer nach Buchenwald.

 

Altenburg, 7. Februar 2013

 

PRESSEINFORMATION

 

Stadtplan zu jüdischem Leben in Altenburg 1933-1945 online

 

Christian Repkewitz hat nach fast zwei Jahren Recherche und Vorbereitung auf seiner Internetpräsenz www.christian-repkewitz.de einen Online-Stadtplan publiziert, auf dem jüdische Wohn- und Geschäftshäuser markiert sind. Konkret hat der Altenburger auf vier Stadtplan-Ausschnitten Gebäude markiert, in denen im Zeitraum 1933 bis 1945 jüdische Einwohner lebten und wirkten.

 

Neben der Markierung der einzelnen Gebäude in drei unterschiedlichen Farben geben Pop-Up-Fenster detaillierte Informationen zu den jüdischen Bewohnern bzw. Gewerbetreibenden. Auch so genannte „Judenhäuser“ (Deportationshäuser), den jüdischen Betsaal in der Pauritzer Straße und die Standorte der „Stolpersteine“ hat Repkewitz aufgenommen. Trotz der begrenzten Datenlage hofft der Initiator des Projekts, dass ein umfassendes und informatives Werk entstanden ist. Eine Herausforderung bestand u. a. darin, dass Straßen mit der Zeit neu nummeriert wurden und nicht wenige Gebäude heute nicht mehr bestehen.

 

„Es war eine anstrengende, aber auch sehr interessante Arbeit an dem Projekt, dessen Idee bereits 2011 entwickelt wurde. Ich hatte einige helfende Hände, so z.B. Ingolf Strassmann für die inhaltlichen Fragen oder Frank Ludewig für die technische Umsetzung, denen ein großer Dank gebührt“, so Christian Repkewitz. Ein Dankeschön richtet der Initiator auch an das Stadtarchiv Altenburg für die freundliche Unterstützung. Bildmaterial für das Projekt hat u. a. das Residenzschloss Altenburg zur Verfügung gestellt.

 

Repkewitz hat das Projekt selbst finanziert und könnte sich eine Erweiterung des Angebots auf den Zeitraum vor 1933 gut vorstellen. „Dafür sind aber noch umfassende Recherchen erforderlich, die sicherlich noch etwas Zeit in Anspruch nehmen werden. Allein der jetzt bearbeitete Zeitraum hat einen großen organisatorischen und zeitlichen Aufwand bedeutet“, so der Initiator. Repkewitz will im Nachgang noch Bildmaterial und Informationen im Online-Stadtplan ergänzen oder bekannt werdende neuere Erkenntnisse einfließen lassen. Mit der Präsentation des Plans sind die Arbeiten also noch nicht abgeschlossen.

 

Bereits seit einigen Jahren beschäftigt sich Christian Repkewitz mit dem Lebens- und Leidensweg jüdischer Einwohner Altenburgs. Mit dem Kommunalpolitischen Ring Altenburger land e.V. (KORA), dem Repkewitz vorsteht, hat er sich im vergangenen Jahr im Rahmen des Pogromnacht-Gedenkens der Erinnerung an die jüdischen Einwohner Altenburgs gewidmet. Die Ergründung jüdischen Lebens in Altenburg ist nicht einfach, da die öffentlichen Quellen zum Teil lückenhaft sind. So bestehen zum Beispiel keine Meldeunterlagen für die Stadt Altenburg aus der genannten Zeit, die wichtige Anhaltspunkte wären. Mit dem ehemaligen Altenburger Ingolf Strassmann, der bereits mehrere Druckwerke zu jüdischem Leben in Altenburg publiziert hat, steht Christian Repkewitz in stetigem Austausch.

 

Link: http://www.christian-repkewitz.de/juedisches-altenburg.html

 

 

 

Christian Repkewitz sucht weiter nach Informationen zu ehemaligen jüdischen Einwohnern. Wer Informationen und Material (z.B. Werbekataloge jüdischer Unternehmen, Geschäftsanzeigen, Fotos etc.) zur Verfügung stellen möchte, kann über info@christian-repkewitz.de Kontakt aufnehmen.


Filter  Tooltip        

Ordering StolpersteinOrdering Ort
Arnold Kohn Baderei 10
Ella Goldberg, Gittel Eugenie Goldberg (geb. Wiesel) Kornmarkt 21
Nathan und Kurt Dannemann Kreuzstraße 14 (damals Hausnummer 26)
Georg Walter Löwy und Renate und Kätchen Löwy (geb. Strumpfner), Hedwig Strumpfner Kronengasse 2
Regina (geb. Handweiler), Wanda, Leo, Margarethe und Hans Oronowicznowicz Pauritzer Straße 27
Sally Bucky, Marianne Bucky (geb. Cohn), Albert Levy, Franziska Levy (geb. Bucky) Sporenstraße 3
Josef , Inda oder Hinda (geb. Perla), Ruth, Luzie, Esther, Sonja und Edith Rotenberg Teichstraße 2
Karl-Friedrich Schorr-Lassen (Wirkungsstätte) Theaterplatz 19, Treppenaufgang Landestheater
: Bernhard und Sophie Freilich (geb. Felsen) Zeitzer Straße 21



Stolpersteine Altenburg in der Wikipedia

 

Christian Repkewitz

Nikolaikirchhof 34

04600 Altenburg

 

Altenburg, 3. November 2013

 

 

 

 

PRESSEMITTEILUNG

 

 

Erinnern an jüdische MItbürger

„Stolperstein-Paten“ unterwegs

 

Wer in diesem Tagen im Altenburger Stadtgebiet auf Menschen trifft, die in das Trottoir eingelassene Messingplatten putzen, muss nicht verwundert sein. Denn für jeden der 28 in Altenburg verlegten „Stolpersteine“ des Kölner Künstlers Gunter Demnig haben sich Paten gefunden, die im Gedenken an ehemalige jüdische Mitbürger Altenburgs die knapp zehn mal zehn Zentimeter großen Erinnerungsobjekte reinigen.

 

In diesem Jahr haben sich insgesamt acht Familien und Einzelpersonen an der lokalen Umsetzung der deutschlandweiten Aktion „Mahnwache und Stolpersteine putzen“ beteiligt. Bis zum 9. November 2013 sollen die Stolpersteine in der Baderei, auf dem Kornmarkt, in der Kreuzstraße, der Kronengasse, der Pauritzer Straße, der Sporenstraße, der Teichstraße, auf dem Theaterplatz und in der Zeitzer Straße in neuem Glanz erstrahlen. Schließlich sollen die Stolpersteine im wahrsten Sinne des Wortes zum „geistigen Stolpern“ anregen, auf die Schicksale von Opfern nationalsozialistischen Terrors hinweisen.

 

Informationen zur bundesweiten Aktion findet man auf der Internetpräsenz www.9ternovember.de, über das Schicksal der Familien und Personen, denen Stolpersteine gewidmet sind, berichtet der Online-Stadtplan auf www.christian-repkewitz.de/juedisches-altenburg/stadtplan.html bei den jeweiligen Gebäuden.